In dem Kurs „End of File“, bei Prof. Boris Müller, ging es um die zentrale Fragestellung, wie das Dokumenten-Management der Zukunft aussehen und funktionieren könnte. Dafür haben wir uns zu Anfang den Finder und MacOS angeschaut, Diskussionen über die Ordner Metapher geführt, wissenschaftliche Paper analysiert und schließlich einen Prototyp gebaut.
Aufbau des Kurses
Der Kurs fand fast vollständig in Präsenz an der Fachhochschule statt und bot damit im Kontrast zu den vorherigen Semestern endlich wieder persönlichen Kontakt zu den anderen Studierenden. 
Beim ersten Termin sollten wir auf einem ausgedruckten Screenshot des Finders eine Funktion rein zeichnen, die es so noch nicht gibt, welche wir aber selber gerne hätten und nutzen würden. Anschließend wurden alle Skizzen an die Wand geheftet und jeder stellte seine/ihre Idee vor.
Am zweiten Termin wurden wir in Gruppen aufgeteilt, um physische unterschiedliche Unterlagen, Dokumente, ... etc., die man mitbringen sollte zu sortieren. Damit sollten man erste Muster beim Sortieren erkennen, wodurch sich auch interessante Diskussionen ergeben haben, da jeder/jede andere Ansätze einbrachte.
Weitere Teile des Kurses sahen es vor, sich mit wissenschaftlichen Paper zu beschäftigen und für die Endaufgabe einen konzeptionellen Prototyp zu bauen. Eine besondere und lehrreiche Ergänzung waren die Besuche von Alexander Käßner (Designer bei Sktech) und Philipp Steinacher (Designer bei Microsoft). Bei letzterem haben wir auch eine Zwischenpräsentation zu unserem Prototyp gegeben, was interessantes Feedback mit sich brachte.
Aufgaben im Kurs
Paper zusammenfassen & präsentieren
Die erste größere Aufgabe, mit der wir uns befassen sollten, ging darum, ein zugeteiltes wissenschaftliches Paper zu lesen, analysieren und anhand einer visuell starken Präsentation wiederzugeben. Unsere Paper mit dem Namen „Lab Notes“, von Alexander Obenauer, zeichnet ein Bild eines modularen Betriebssystems, welches sich dem User anpasst oder individuelle Anpassungen ermöglicht. Das Hauptaugenmerk liegt darin, dass Programme nicht mehr als isolierte Systeme fungieren.
Hier gehts zu den Lab Notes
Konzept für neue Anwendung
Unsere zweite und letzte Aufgabe war auch der Abschluss des Kurses. Anhand des gewonnenen Wissens und der Auseinandersetzung mit Ordnerstrukturen, File Managern und generell der Ordner Metapher sollten wir uns eine Anwendung ausdenken und konzipieren. Diese Anwendung könnte eine Erweiterung des bestehenden Finders sein, eine Neugestaltung des Finders mit Zusatzfunktionen oder auch eine komplette Neuinterpretation des Ordnermanagements.
Wir haben uns relativ schnell von der klassischen Finder Idee wegbewegt und das Web Add On „My Mind“ als Inspiration vorgenommen. Die Idee ist, dass man Webseiten, Bilder, Notizen usw. in eine Art Stream reinwirft, wo alle Einträge chronologisch von oben bis unten angeordnet sind. Möchte man nun eine ganz bestimmte Seite wieder finden, muss man nicht runterscrollen und suchen, sondern einfach den Namen oder Eigenschaften in das oben befindliche Suchfeld eintippen. Durch Metadaten und Machine Learning findet My Mind so sehr schnell und simpel das gesuchte Ergebnis. Einen ähnlichen Ansatz wollten wir in unserer Idee ebenfalls einbauen, keine komplexe Suche mit vielen Filtern, sondern eine intuitive und schnelle Ergebnisbeschaffung.
Umsetzung: How do I find my items?
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